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  Chronik der Feuerwehr Haitz  

 

Die Gründung 1882

Die freiwillige Feuerwehr Haitz wurde 1882 gegründet und trat zum Feuerwehrtag des Bezirkes Kassel am 7.Juli 1883 erstmals öffentlich in Erscheinung. Sie war damals eine von 7 Feuerwehren im Königlich-Preußischen Landkreis Gelnhausen und mitbegründer des Feuerwehrverbandes von Hessen-Cassel.

1890 Wurden dann auch das erste Spritzenhaus erstell.

Vereinsstatut von 1903

Im Vereinsstatut von 1903 wird auf der Grundlage der Landgemeindeordnung verfügt, dass "zur Ergänzung und Unterstützung der Freiwilligen Fezerwehr eine Pflichtfeuerwehr" zu bilden sei. Die Freiwilligen hatten aber schon damals das Recht, den Brandmeister und die Führer zu wählen. Diese mussten vom Bürgermeister bestätigt werden.

Erste Hydranten und der Hydrantenwagen 1901

Da Haitz seit 1901 mit Gelnhausen einen Wasservertrag bezüglich des Haitzer Sandborns hatte bei dem Haitz ein Drittel der Schüttung zustand, wurde im Oberdorf eine Wasserleitung mit 3 Hydranten installiert und dazu ein Hydrantenwagen beschafft ( s. Fahrzeuge).

 

Erste Hydranten und der Hydrantenwagen 1901

Da Haitz seit 1901 mit Gelnhausen einen Wasservertrag bezüglich des Haitzer Sandborns hatte bei dem Haitz ein Drittel der Schüttung zustand, wurde im Oberdorf eine Wasserleitung mit 3 Hydranten installiert und dazu ein Hydrantenwagen beschafft (s.Fahrzeuge).

Haitzer Feuerlöschordnung von 1906

Auf Geheiß des preußischen Landrates musste die Gemeinde Haitz eine Feuerlöschordnung für die gesamte Bürgerschaft erstellen. Diese sah unter anderem vor, dass alle Männer zwischen 20 und 50 Jahren Pflichtfeuerwehrdienst zu leisten hatten, außer den Feuerwehrangehörigen. Diese hatten aber entsprechend des Dienstplanes ebenfalls ihren Dienst zu versehen. Alle Gespannsbesitzer hatten bei auswärtigen Einsätzen Spanndienst zu leisten, also ihre Zugtiere zum Zug der beiden Karren bereitzustellen.

Unterschrieben ist diese Ordnung von dem damaligen Bürgermeister Melchior Nix.

Nachbarliche Löschhilfe in Gelnhausen 1919

Der geschilderte Spanndienst war 1919 gefordert, zum Großbrand der Kees'schen Mühle ("Keese-Mil") auszurücken. An diesem Objekt leisteten die Haitzer Feuerwehrleute nicht das letzte Mal nachbarliche Löschhilfe.

Gemeinde-Brandschutzbericht 1920

Der erste Brandbericht nach dem Krieg meldet dem nun republikanischen Landrat, dass sich viele Männer wieder zur Fortsetzung des freiwilligen Feuerwehrdienstes fanden. 1921 war die FF-Haitz dann auch wiedererstanden. Neben Haitz und Höchst gehörte nun auch Gelnhausen dem gemeinsamen Löschverband an.

Auflösung der freiwilligen Feuerwehren durch die Nationalsozialisten 1934

1934 wurden die auf Freiwilligkeit basierenden deutschen Feuerwehrvereine aufgelöst. Die Feuerwehren samt und sonders zur Hilfspolizei erklärt und der Polizei und ihrer parteipolitischen Führung unterstellt.

1935 wurden wir in Höchst bei einem Scheunenbrand eingesetzt. Der Weg musste über den alten Bahnübergang an der späteren B40 und die alte Kinzigbrücke genommen werden da zwischen Haitz und Höchst noch keine direkte Verbindung bestand.

In den Kriegsjahren mussten Alte, Jugendliche und Frauen die Verantwortung tragen. Wer zuhause war musste Feuerwehr- und Luftschutzdienst tun.

Wiederkonstituierung der Freiwilligen Feuerwehr Haitz 1945

Obwohl der Krieg dutzende Haitzer Männer das Leben kostete, fanden sich danach auch hier, in schwieriger Zeit, wieder Menschen die bereit waren, für den Nächsten einzustehen. Die Militärregierung hatte zwar die Feuerwehren Ende 1945 verboten, weil sie noch Teil der aufgelösten Polizei war, wie andernorts gründete man jedoch auch in Haitz den Feuerwehrverein wieder. Er erhielt 1946 von den Amerikanern die Zulassung.

Da die Feuerwehren in den Jahren zuvor polizeiblau eingekleidet wurden, griff man auf diese Bestände zurück, nur der Schnitt wurde etwas ziviler.

Das Vereinsleben blühte wieder auf und die, die mit dem Schrecken davongekommen waren, feierten dies gebührend.

Erste Haitzer TS 8 1955

Das Wirtschaftswunder sorgte dafür, dass neben drei Pkw's in unserem Dorf viele junge Männer Motorräder hatten, kein Wunder, dass die Gemeinde nun auch mit der Motorisierung der Feuerwehr begann.

Die erste Haitzer Tragkraftspritze wurde bald bei zahlreichen Hochwassern als Lenzpumpe eingesetzt. Bisweilen wurde sie auch bei Waldbränden zur Wasserförderung über lange Wegstrecken eingesetzt.

Weihnachtshochwasser 1967 in Gelnhausen

Ein großes Schadensereignis bei dem wir eingesetzt waren, war das Weihnachtshochwasser 1967. Über Tage mussten Keller leergepumpt werden, teilweise bei Minusgraden. Die eingesetzten Kräfte sollen aber auch von der Bevölkerung reichlich mit wärmendem, hauptsächlich Getränke, versorgt worden sein.

Erstes Haitzer LF8 1968

Die Zusammenarbeit mit Gelnhausen hatte bei Einsätzen und mancherlei Übungen zugenommen. Als die Ausmusterung eines Gelnhäuser LF8 anstand, griffen die Haitzer zu und wir hatten das erste Fahrzeug, gleich mit Gruppenbesatzung von neun Mann. Es konnte die TS aufnehmen und bot mit der Vorbaupumpe eine Leistung von 1600 Litern in der Minute.

Erstes (und letztes) Haitzer Wappen 1968

Das "neue" Fahrzeug wurde mit einem, eigens dafür kreierten "Haitzer Wappen" ausgestattet und zierte nun unser Löschfahrzeug bis zur Beschaffung eines Neufahrzeuges 1971.

85-jähriges Feuerwehrfest 1968

Mit neuem Fahrzeug und stabiler Mannschaft konnte man auch erstmals nach dem Krieg wieder ein Jubiläumsfest auf den Kinzigwiesen feiern. Ein Historischer Festzug bot einen Vorgeschmack auf das Achthundertjährige Haitzer Dorfjubiläum 1973, an dem sich die Feuerwehr neben den beiden anderen Ortsvereinen nach Kräften beteiligte.

Erstes Haitzer Feuerwehrhaus 1969

Wir waren ja immer noch im Spritzenhaus untergebracht und das LF stand in einer Scheune.

Da das Backhaus und die Viehwaage kaum noch benutzt wurden beschlossen die Gemeindevertreter deren Abriss. Leider, wie man aus heutiger Sicht sagen muss.

Dafür wurden an der Stelle zwei Fahrzeugboxen für die Feuerwehr erstellt und 1969 übergeben.

Anschluss der Gemeinde Haitz an die Stadt Gelnhausen 1971

1971 kam es zur Gebietsreform und dem Anschluss der Gemeinde Haitz an die Stadt Gelnhausen.

Nach dem Willen der Vertragsparteien sollte jedoch die Selbstständigkeit der Ortsteilwehren erhalten bleiben. Als eines der Ergebnisse des Zusammenschlusses trugen wir jetzt das gemeinsame Gelnhäuser Wappen.

 

Beschaffung eines neuen LF8 TS 1971

Die Gemeindevertretung hatte noch 1970 als Ersatz für das altersschwache Fahrzeug ein neues LF8 TS beschafft. Aus Geldmangel war es völlig ohne Beladung und wurde mit dem Material von 1955 aus der damaligen TS-Beschaffung bestückt. Da noch die vierteilige Steckleiter fehlte, rief der Bürgermeister die Haitzer Geschäftsleute zur Spende auf, damit die Beladung der Norm entsprach. 1971 wurde es in Dienst gestellt. Es hatte ebenfalls Platz für eine Gruppe.

Bald darauf stellte das Land Hessen den Kommunen Funkgeräte für die Fahrzeuge zur Verfügung, sodass wir mit den ersten beiden städtisch beschafften Funkmeldeempfängern eine professionelle Mobilität erreichten.

Gründung der Jugendfeuerwehr 1971

Da es an Nachwuchs mangelte, wurde im Frühjahr 1971 auch in Haitz von Herbert Vetter eine Jugendfeuerwehr gegründet. Sie war die erste in der Stadt und die Dreizehnte im Kreis.

Beschaffung eines Gerätewagens 1978

Da die Zahl der technischen Hilfeleistungen immer mehr zunahm wurde 1978 ein Gerätewagen beschafft, der neben reichlich Handwerkszeug einen Greifzug (1,6t), einen Stromerzeuger (5KVA) mit Flutlicht sowie ein Azetylen-Sauerstoff-Brennschneidegerät enthielt.

Teilnahme an den Hessischen Feuerwehrleistungsübungen seit 1979

Einen gewaltigen Sprung beim Einüben der Grundtätigkeiten und der theoretischen Ausbildung sowie so manchen schönen Erfolg erziehlten wir durch die Teinahme an den Hessischen Feuerwehrleistungsübungen. Daraus resultierten im Laufe der Jahre für die teilnehmenden Kameraden neun Goldene Leistungsabzeichen.

Erstes Haitzer Dorffest 1980

Als alteingesessener Haitzer Verein setzten wir auch im dörflichen Leben unsere Akzente. Das Dorffest ist hier nicht wegzudenken. Seit 1980 wird der Dorfplatz einmal im Jahr zum Festplatz umgebaut.